Course Content
Test
Ja, absolut. LearnDash ist der Porsche unter den LMS-Plugins, aber für den Einstieg – besonders wenn du erst einmal testen willst, wie deine Kurse ankommen – gibt es deutlich günstigere oder sogar kostenlose Alternativen, die hervorragend mit dem tagDiv Newspaper Theme zusammenarbeiten.
0/3
Help me, I think I am a Sub / Slave!

Vielleicht stehst du gerade an dem Punkt, an dem du dich fragst, ob mit dir etwas nicht stimmt. Du hast diese Bilder im Kopf, dieses Ziehen im Bauch, wenn du an Unterwerfung, an Seile oder eine strenge Hand denkst. Und gleichzeitig meldet sich diese Stimme in dir, die flüstert: „Das ist doch pervers. Das ist krank.“

Ich möchte dir eines vorwegnehmen: Diese Stimme ist nicht deine eigene – es ist das Echo einer Gesellschaft, die nicht versteht, was BDSM wirklich bedeutet.

Um das direkt zu klären: Du bist nicht krank, und das hast du sogar mit Brief und Siegel. Seit der 11. Revision der International Classification of Diseases (ICD-11) hat die WHO BDSM offiziell von der Liste der psychischen Störungen gestrichen. Es ist keine Krankheit, sondern eine Sexualpräferenz. Damit haben wir diesen Punkt ein für alle Mal vom Tisch.

Viele von uns kennen diesen Moment: Du hast gerade erst den Frieden mit deinem Schwulsein geschlossen und realisiert, dass es kein Fehler in deinem Leben ist – und plötzlich stehst du vor der nächsten Hürde. Es ist wie ein zweites Coming-out vor dir selbst.

Du fragst dich: Warum brauche ich diese härtere Gangart? Warum reizt mich die Erniedrigung oder das Spiel mit dem Schmerz? Ist das nicht doch irgendwie ‘too much’? Man versucht, diese Gedanken wegzudrücken, aber das innere Bedürfnis ist stärker. Es ist ein tiefes Empfinden, das dich immer wieder zurückführt. Und schon wieder ertappst du dich dabei, wie du dir online geile BDSM-Pics anschaust. Du wichst dazu, genießt die Geilheit – doch im Moment danach kommt das schlechte Gewissen zurück und du fragst dich immer wieder: WARUM bin ich so pervers? 

Da muss ich ehrlich zu dir sein: Ich kann dir die Frage nach dem ‚WARUM‘ nicht beantworten. Niemand kann das.

Im Grunde ist es eine genauso sinnlose Frage wie die, warum du schwul bist. Es gibt keine biologische Formel und keine psychologische Herleitung, die dieses tiefe Verlangen restlos erklärt. Es ist ein Teil deiner Software, ein Teil von dir. Punkt.

Deshalb mein Rat: Streich das ‚Warum‘ aus deinem Kopf. Es führt dich nur im Kreis und hält dich davon ab, die wichtigste Frage zu stellen: Wie gehe ich damit um?

Jetzt gibt es viele, die versuchen, das Ganze zu verdrängen. Aber wie gesagt: Es ist ein Teil deiner Software, und vor dir selbst kannst du nicht wegrennen. Das ist ein Rennen, das du immer verlierst.

Du wirst immer wieder an den Punkt kommen, an dem du merkst, dass dir etwas Wesentliches fehlt. Die Leere lässt sich nicht durch Ignoranz füllen. Deshalb ist die alles entscheidende Frage: Wie lebst du es so, dass es für dich stimmig ist? Wie integrierst du dieses Verlangen in dein Leben, ohne deine Integrität zu verlieren? Die Antwort liegt nicht im Verdrängen, sondern im Kontext.

Als Erstes musst du lernen, deine eigenen Bedürfnisse einzuordnen. Frag dich mal, wenn du mal wieder einen BDSM-Porno oder Bilder siehst: Was genau macht das mit dir? Welche Emotionen werden geweckt? Was daran gefällt mir? Weshalb würde ich gerne in der Situation stecken, in der der geile Typ auf dem Pic oder im Video gerade ist?

Es geht nämlich nicht (nur) um die Optik, die Toys und das Gear, sondern um die Emotionen dahinter. Es geht um das Gefühl, die Kontrolle abzugeben – oder sie zu übernehmen. Es geht um die Intensität, die entsteht, wenn alle gesellschaftlichen Masken fallen.

An diesem Punkt erschrecken viele Rookies. Sie denken: „Aber wie kann es moralisch richtig sein, Schmerz oder Erniedrigung geil zu finden?“ Hier müssen wir eine ganz scharfe Grenze ziehen: BDSM ist das Gegenteil von Gewalt.

Reale Gewalt ist ein Verbrechen. Sie ist einseitig, zerstörerisch und richtet sich gegen Menschen, die man abwerten oder verletzen will. Doch im BDSM nutzen wir diese Elemente in einem geschützten Rahmen. Während der ‚brave Bürger‘ da draußen seine unterdrückten Aggressionen vielleicht unkontrolliert im Alltag an Schwächeren auslässt, entscheiden wir uns im Spiel bewusst für eine kontrollierte Eskalation.

Der große Unterschied ist die Motivation. Während Gewalt darauf abzielt, jemandem zu schaden, wollen wir beim BDSM dem Gegenüber – auch wenn es für Außenstehende gleich aussehen mag – eigentlich etwas Gutes tun. Es ist eine positive Motivation: Es geschieht, weil der Sub es braucht und will.

Und genau in diesem ‚Weil er es braucht und will‘ liegt der entscheidende Unterschied und die unabdingbare Bedingung für alles, was wir tun: KONSENS!

In unserem Kontext ist die Härte kein Zeichen von Hass, sondern ein Werkzeug zur Ekstase. Wenn ich jemanden erniedrige, benutze und quäle, dann tue ich das nicht, weil ich ihn für minderwertig halte. Im Gegenteil: Ich tue es, weil ich ihn sehr schätze, achte und mag – und gleichzeitig genieße ich seinen ‚Spaß‘ am Leiden, dem ausgeliefert sein und an der Erniedrigung.

Ja, da kommt es ganz offen auf den Tisch: Ich als Master diene dem Sub auch, indem ich ihm genau das biete, was er sucht – so wie er mir bietet, was ich suche. Es ist eine Synergie, bei der am Ende beide gewinnen.

WordPress Cookie Plugin by Real Cookie Banner